| Vereinigte Staaten von Amerika (USA) |
Eine hochinteressante ATM-Ausgabe mit Sendungsartzudrucken hat es im Zeitraum vom 23.8. 1989 bis 7.5.1990 in den USA bei einem Betriebsversuch mit 4 hochmodernen, bildschirmgesteuerten mannshohen Geräten der Firma Autopost gegeben. Jeweils 2 Geräte standen in Postämtern von Kensington und Washington, außerdem wurden die ATM (eingeschränkt) von der Versanstelle geliefert. Die Geräte hatten eine eingebaute Waage und einen Portorechner, der für verschiedene Inlandsportostufen des Brief- und Paketverkehrs (Parcel Post) programmiert war. Neben Landesbezeichnung und Wertangabe enthalten die ausgedruckten ATM eine Vielzahl weiterer Angaben:

Bei den ATM für Paketsendungen "Parcel Post" (auch Priority-Sendungen ab 11 Unzen) erscheint anstelle des Schriftzuges USA die vom Kunden über den Bildschirm eingegebene Postleitzahl des Empfangspostamtes sowohl in Ziffern als auch als Strich-Code.

Die Postverwaltung der USA erklärte die Autopost-ATM trotz des eingedruckten Datums und der vielen weiteren , teilweise auf eine individuelle Postsendung bezogenen Angaben, zu vollgültigen Postwertzeichen. "Die Autopost-Briefmarken können überall in den Vereinigten Staaten verwendet werden. Sie werden verwendet wie normale Briefmarken und sind jederzeit gültig. Sie werden genau wie normale Briefmarken gestempelt, gewöhnlich mit der Maschine"
| Zudruck | Sendungsart | Erscheinungsbild | Marke |
| First
Class
|
für normale Briefe | Schriftzug USA | ![]() |
| Third
Class
|
für ermäßigte Briefe ab 5 Unzen | Schriftzug USA | ![]() |
| Priority
|
für eilige Briefe unter 11 Unzen | Schriftzug USA | ![]() |
| Priority
|
für eilige Pakete über 11 Unzen | Strichcode der Postleitzahl des Empfangs-Postamtes | ![]() |
| Express
Mail
|
wie Data Post | Schriftzug USA | ![]() |
| Parcel
Post
|
für Pakete | Strichcode der Postleitzahl des Empfangs-Postamtes | ![]() |
Größte Seltenheiten der Autopost-ATM sind Marken mit dem
Zudruck Priority in Verbindung mit dem Strichcode. Diese waren ausschließlich
an den Ortsgeräten erhältlich und zwar nur dann, wenn die Waage mit mehr als
11 Unzen belastet wurde. Diese Programmierung war während des Betriebsversuches
kaum bekannt, bisher sind nur wenige Einzelstücke bekanntgeworden.
Die aktuelle Michel-Notierung für diese Seltenheit liegt bei 3.000,- €. Sehr
selten sind auch Briefe und Paketfrankaturen mit allen anderen Zudrucken als
First Class.
| Zu jeder einzelnen, dem
Gerät abgeforderten Marke wird vorab ein Reklamefeld mit dem Slogan
"We deliver..." ausgedruckt. Dieses Reklamefeld ist technisch
notwendig, da es den Streifen für den nächsten Druck um seine Länge
vorschiebt, wobei es aber in der Maschine verbleibt und erst beim Druck
der nächsten Marke als erstes abgeschnitten wird. Bei Druckaufträgen von mehreren Marken gleichzeitig entfallen die Reklamefelder nach jeder einzelnen Marke, erst nach der letzten Marke wird wieder ein Reklamefeld gedruckt. |
![]() |
Der größte Teil aller gedruckten Autopost-ATM stammt von der Versandstelle. Die Marken der Versandstelle sind daran zu erkennen, daß sie als Druckdatum immer den Ersttag aufweisen ( Washington 08/23/89, Kensington 09/01/89). Wesentlich seltener sind ATM aus den 4 Ortsgeräten, die in der Regel an anderen späteren Druckdaten als den Ersttag gezogen wurden.
Während des Weltpostkongresses in Washington waren vom 13.11. - 14.12.1989 zwei weitere Automaten im Einsatz, die ATM mit den speziellen Standort-Kennungen 11 und 12 abgaben. Diese Sonderausgabe ist sehr selten, zumal die Automaten nur für die Teilnehmer des Kongresses zugänglich waren. Es existieren nur wenige hundert ATM, fast alle mit dem Zudruck First Class.
![]() Brief vom Weltpostkongress mit ATM No.11 und dem für dieses Gerät besonderem Reklamefeld "Developed by Technology Resource Department" |
1992 unternahm die US-Post einen erneuten Betriebsversuch
mit insgesamt 30 PMC-Wertzeichendruckern des Herstellers Gard.
Die Geräte waren wiederum aufwendig mit Waage und Portorechner ausgestattet,
das Erscheinungsbild der ATM selbst wurde im Gegensatz zur Informationsfülle
der Autopost-ATM auf ein Minimum reduziert. Wertangabe in Schreibmaschinen-ähnlichem Schriftbild auf kleinen waagerecht gezähnten
Vordrucken, die ansonsten nur das kleine Amerikanische Staatswappen zeigen.
1994 ein weiterer Betriebsversuch mit weiteren 15 PMC-Wertzeichendruckern des US-Herstellers Unisys mit wesentlich verbessertem Druckwerk. Ansonsten entspricht die Funktionsweise die der Gard-Automaten, unterschiedlich ist jedoch das Erscheinungsbild der ATM. Statt waagerechter nunmehr senkrechte Zähnung, die Zeichnung des Staatswappens wurde verändert und auch der Werteindruck weist ein anderes Schriftbild auf.
![]() Gard-ATM |
![]() Unisys-ATM 6-er Streifen, die linke Marke zu $ 9,95 mit Plattennummer A11, die auf jeder 24. Marke vorkommt |
selbstklebende Marken in verschiedenen Mustern aus den Jahren 1999 bis 2001, die vom äußeren Erscheinungsbild her Freistempeln entsprechen (mit eingedrucktem Datum und Barcode) wurden von der Postverwaltung der USA als unbegrenzt verwendbare Briefmarken eingestuft. Nähere Informationen liegen mir zu diesen Marken leider noch nicht vor.
Angebot: Autopost-ATM: Einzelmarken, komplette Sätze, wenige Belege. Gard- und Unisys-ATM: Marken und Belege.
| U1 | je eine ATM "First Class" ** von den Standorten Washington und Kensington. | € | 17,50 |
| ATM "Parcel Post" mit Balkencode 01,69 $ Kensington No.83 ** Mi.-Nr. 1.1.2 Z5 | € | 20,00 | |
| U2 | je ein kompletter Satz aller 5 Zudrucke (First Class 0,25, Third Class 1,00 , Priority 2,40, Express Mail 8,75, Parcel Post 1,69 $) von allen 4 Standorten (Kensington 82 und 83, Washington 82 und 83), insgesamt 20 ATM. So komplett selten angeboten, Rarität ! Michel unterbewertet ! Mi.-Nr. 1.1.1 - 1.1.4 Z1-Z5 | € | 625,00 |
| ATM "First Class" aus Ortsautomat Kensington 82 zu 00,25 $, Druckdatum 03/27/90 ** mit Reklamefeld "We Deliver..." Mi.-Nr. 1.2.1 Z1 | € | 12,00 | |
| 4 Briefe "First Class" von jedem der 4 Ortsgeräte mit ATM First Class, Mi.-Nr. 1.2.1 Z1 bis 1.2.4 Z1 jeweils mit Automatenquittung und beigeklebtem Reklamefeld. | € | 150,00 |
Sonderstandort Weltpostkongreß UPU Washington , Mi.-Nr. I
| U3 | Brief vom 20.11.89 mit ATM First Class 0,45 $ mit Automaten-Nr. 11 und nur bei diesem Gerät erhältlichem Reklamefeld "Developed by Technology Resource Department" sowie Automatenquittung. Große USA- und ATM-Rarität ! | € | 675,00 |
| Brief vom 20.11.89 mit ATM First-Class 0,45 $ mit Automaten-Nr. 12 auf portogerechtem, echt gelaufenem Einzelfrankatur-Luftpostbrief nach Österreich. Mit Reklamefeld "We Deliver.." und Automatenquittung. USA-ATM-Rarität. | € | 480,00 |
| 2.1 z | Kleinwert 0,01 $ ** | € | 0,50 |
| 2.1 z | dto 5er-Streifen 5x 0,01 $ ** | € | 2,00 |
| 2.1 z | Portowertstufe 0,29 $ ** | € | 0,75 |
| 2.1 z | Portowertstufe 0,35 $ ** | € | 0,90 |
| 2.1 z | Portowertstufe 0,40 $ ** | € | 1,00 |
| 2.1 z | Portowertstufe 0,50 $ ** | € | 1,10 |
| 2.1 z | Satz 4 Portowerte 0,29 / 0,35 / 0,40 / 0,50 $ , jede ATM mit Einzel-AQ 09-02-92 ** | € | 5,00 |
| 2.1 z | Kleinwert 0,01 $ ET-O Oklahoma City 20.8.92 | € | 1,00 |
| 2.1 z | Satz 3 Portowerte 0,29 / 0,35 / 0,50 $ mit ET-O Oklahoma City 20.8.92 | € | 3,00 |
| 2.1 z | Satz 4 Portowerte 0,29 / 0,35 / 0,40 / 0,50 $ mit ET-O Oklahoma City 20.8.92 | € | 5,00 |
| 2.1 z | FDC 20.8.92, Inlandsbrief mit ATM 0,29 $, Masch-Stempel Oklahoma City | € | 2,50 |
| 2.1 z | FDC 20.8.92 wie vor, mit seltener Ersttags-Automaten-Quittung | € | 7,00 |
| 2.1 z | dto. mit Hand-Rund-Stempel Oklahoma City (rot oder schwarz) | € | 7,00 |
| 2.1 z | FDC mit hoher Portustufe 1,04 $(U.S. Mail Insured), roter Rundstempel, ET-AQ | € | 8,00 |
| 2.1 z | FDC mit hoher Portustufe 1,29 $ ( Certified Mail), roter Rundstempel, ET-AQ | € | 8,00 |
| 2.1 z | Inlands-Brief mit ATM 0,29 $ vom 21.8.92, lilaroter Rundstempel Norman OK | € | 1,50 |
| 2.1 z | dto. mit Automaten-Quittung | € | 4,00 |
| 2.1 z | Brief nach Deutschland mit MIF ATM 2.1 z und 3.1 zu je 0,29 $, 2.1 z Masch-O 1995 | € | 3,00 |
| 2.1 z | 5er-Streifen 1 Cent-ATM **, dabei die mittlere Marke mit seltener Plattennummer 1, die nur auf jeder 48. ATM vorkommt. | € | 5,00 |
| 2.1 u | Nachauflage mit gesprenkeltem Phosphor-Leuchtstoff, ATM zu 0,29 $ auf Inlandsbrief mit rotem Rund-Stempel Washington 15. Feb. 1994 und Automaten-Quittung | € | 3,00 |
| 2.2 u | Portosatz 4 Werte 0,19 / 0,29 / 0,40 / 0,50 $ ** | € | 7,50 |
| 2.2 u | Inlands-FDC mit ATM 0,29 $, ET-Rund-Stempel Detroit MI 22.11.94 + ET-Quittung | € | 8,00 |
| 2.2 u | Inlands-Certified-FDC mit ATM 1,29 $, ET-O Detroit, MI, ohne Quittung | € | 10,00 |
| 2.2 u | Luftpost-Brief nach Deutschland frankiert mit ATM 0,50 $ | € | 2,50 |
| 2.2 z | ATM 0,29 $ in Mischfrankatur mit Schalterfreistempel 0,21 $ auf Brief in die Schweiz, AQ | € | 8,00 |
| 3.1 | Inlands- FDC 19.2.1994, Rundstempel Merrifield, VA, ATM 0,52 $. | € | 3,00 |
| 3.1 | FDC 19.2.1994, Rundstempel Merrifield, VA, mit ET-Automaten-Quittung gelaufen in die Schweiz mit ATM 0,50 $. | € | 8,00 |
| 3.1 | Einschreibe- FDC in die Schweiz, 19.2.1994, Rundstempel Merrifield, VA, ATM 1,50 $. | € | 4,00 |
| 3.2 | Satz 4 Portowerte 0,20 / 0,32 / 0,50 / 0,60 $ ** | € | 4,00 |
| 3.2 | Blanco-FDC mit Maschinen ET-O Arlington, VA Jan 26 1996, ATM zu 0,32 $ | € | 1,50 |
| 3.2 | FDC nach Deutschland mit 2 ATM zu 0,32 $ im Paar, Maschinen-ET-O Arlington | € | 2,00 |
| 5er-Streifen 32 Cent-ATM **, dabei die mittlere Marke mit seltener Plattennummer 11, die nur auf jeder 24. ATM vorkommt. | € | 5,00 |
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